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 2Sandhügeln und Dünen; auf deren trocknem Gcriesel des Auge zu ruhen
 3liebt, erinnern an die beliebte» Bilder der niederländischen Schulcu, in
 4denen ein freundliches Licht, wie festtäglich, ans den bescheidenen Boden fällt,
 5während in der Ferne ein sich nmdüsterndcr Horizont uns die graue Wiege
 6der stürzenden Nebel und Stürme gewahren läßt.   Die Novelle spielt zur
 7Zeit des russischem FeldzugcS.   Eiu deutscher Hauptmann, im Dienste des
 8französischen Eroberers, ist auf dem Schlosse eines Edelmanns einquartiert;
 9der Sohn desselben, ein eifriger Patriot, in den geheimen Verbindungen
10zur Vertreibung der Fremden thätig, bildet zu ihn: den Gegensatz; die
11Tochter, obschon stumm, hat durch Schönheit und Gluth der Empfindung
12den jungen Offizier gefesselt.   Er steht nun im Kampf zwischen der militärischen Pflicht und der Liebe.   Eine erschütternde Begebenheit bringt ihn
13zur Entscheidung.   Ein geächteter Edelmann, mit seiner Tochter, eine der
14lieblichsten Figuren der Novelle, flüchtig vor den Soldaten des Hauptmanns
15sucht in den unzugängliche! Morästen des Küstenstriches eine Zuflucht. Ein
16plötzlich niederfallender Hecrrauch entzieht ihr den Verfolgern; auf's Gerathewohl feuern die Soldaten in die Dunkelheit; die Tochter wird getroffen,
17und von dem zum Tode verwundeten Vater in die Wildnis) getragen. Da
18fühlt der Hauptmann das Empörende seiner Lage.  Bei einer andern Gelegenheit, als er mit dein Sohne seines Wirthes beim Grabe des Gefallenen zusammentrifft, und dieser auf dein Punkte ist, ihn, dessen Sinnesänderung er nicht kennt, umzubringen, findet Lucie, die herbeieilt, die Sprache.
19Zu den gelungensten Figuren rechnen wir einen alten Bettler, ciuen wunderlichen Schilfkönig, der den Unterhändler zwischen den Patrioten und den
20Küstenschiffcn macht; desgleichen den heldenmüthigen Herzog von Braun-
21schwcig, welchem die Rolle eines Roßtäuschers vollkommen ansteht. Das
22Hauptinteresse beruht auf deu Ereignissen, von denen auch die innere Umwandlung, der Streit zwischen äußerer Pflicht und dem Gefühl der Ehre
23und Liebe im Helden bestimmt werden soll.  Der Anblick eines halbver-
24schuldcten Unglückssalles soll die große Wirkung hervorbringen.   Hier hätte
25der Verfasser tiefer gehen miissen. Ein kräftiger Charakter bringt sein Schicksal hervor, und weiß das Uebrige zu tragen, zu bemeisteru.   Vor einer
26Folge erschrecken, ist Schwäche, so lange die Ursache selbst nicht frei entfernt ist.   Welches Gewicht hätte die Erzählung erhalten, wenn der Verfasser mehr in das Seelenleben des Capitains gedrungen wäre, statt ihn
27zwischen den Dingen, die ihn allerdings lebhaft treffen, umherwandeln zu
28lassen. Um einen günstigen Punkt der Auffassung zu gewinnen, konnte z. B.
29die Gemüthsart des Helden mehr ins Heftige und Nasche gezogen werden,
30etwas Enthusiasmus und Leidenschaft würde nicht schaden; ja eine Schuld
31konnte ans das Haupt des Söldlings gehäuft werden.  Von da aus hätten